Wahnsinn in Freudenberg: Punkt der Moral nach 1:4-Rückstand!

Veröffentlicht am 28. April 2026

Was für ein Spektakel im Spitzenspiel! In einer Partie, die eigentlich schon verloren schien, bewies unsere erste Mannschaft unglaublichen Charakter. Nach einem 1:4-Rückstand in der 84. Minute kämpfte sich der SC Meso-Nassau zurück und entführte beim TSV noch einen Punkt.

Kalte Dusche in der ersten Halbzeit

Auf dem stumpfen Kunstrasen in Freudenberg erwischten die Gastgeber – die Verbandsliga-Reserve des TSV – den deutlich besseren Start. Unsere Elf agierte zunächst zu passiv, was das spielstarke Offensiv-Trio der Hausherren eiskalt ausnutzte. Ivan Raspaglia brachte den TSV bereits in der 11. Minute in Führung und erhöhte kurz darauf nach einem Fehlpass auf 2:0, als er Keeper Messi Azar zu weit vor dem Kasten erwischte.

Messi verhinderte in der Folgezeit mit mehreren starken Paraden einen noch höheren Rückstand. Kurz vor der Pause (43.) keimte Hoffnung auf: Torjäger Alex Karapetian hämmerte den Ball aus 18 Metern zum 1:2-Anschlusstreffer in die Maschen. Doch die Freude währte nur kurz, als Adem Kaynak postwendend per Kopf (wenn auch aus abseitsverdächtiger Position) auf 1:3 stellte.

Alles oder nichts in der zweiten Hälfte

Nach dem Seitenwechsel blies Meso zur Attacke. Spielertrainer Markus Bozan stellte auf Dreierkette um, während der TSV auf Konter lauerte. Ein hervorragender Rückhalt war dabei der Referee Devin Kakmaci, der das rassige und umkämpfte Spitzenspiel jederzeit souverän im Griff hatte.

Als Kaynak in der 84. Minute nach einem Konter das 4:1 für die Gastgeber erzielte, schien die Partie gelaufen. Doch wer dachte, Meso würde aufgeben, sah sich getäuscht. Angetrieben von Markus Bozan und Kapitän Abod Barsom startete die Schlussoffensive:

  • 86. Minute: Nach einer entschlossenen Aktion von Lionel wird dessen Hereingabe per Hand geblockt. Alex Karapetian scheitert zunächst beim fälligen Elfmeter, versenkt aber den Nachschuss zum 2:4.
  • 91. Minute: Die mitgereisten Fans peitschen das Team nach vorne. Ein Freistoß von Markus Bozan segelt an Freund und Feind vorbei – Kapitän Abod Barsom steht goldrichtig und drückt die Kugel zum 3:4 über die Linie.
  • Das Schlusskapitel: Der TSV wirkte nun stehend k.o. In der letzten Aktion des Spiels war es erneut Alex Karapetian, der ein Zuspiel von Markus per Direktabnahme zum 4:4-Ausgleich in den Kasten hämmerte – sein unglaublicher 40. Saisontreffer!

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Unter den Augen von Klassenleiter Matthias Ott bekamen die Zuschauer bei bestem Wetter alles geboten, was den Fußball ausmacht: Acht Tore, Drama pur und eine unglaubliche Moral. Ein echtes Spitzenspiel, das am Ende keinen Verlierer verdient hatte.