Großer Kampf, reichlich Rhythmus und am Ende ein gerechtes Remis: Im ersten Heimspiel der neuen Kreisoberliga-Saison trennten sich der SC Meso-Nassau und die Spvgg. Sonnenberg nach 90 intensiven Minuten mit einem 2:2-Unentschieden. Trotz personeller Ausfälle bewies unser Team enorme Moral und belohnte sich nach einem Zwei-Tore-Rückstand noch mit einem Punkt.
Die Heimelf erwischte einen gewohnt offensiven Start und drückte von Beginn an aufs Tempo. Doch das Spielglück fehlte in den Anfangsminuten: Sowohl Alex Karapetian als auch Lionel Ochana verpassten die frühe Führung bei zwei hundertprozentigen Möglichkeiten. Meso blieb zwar optisch überlegen, doch die Gäste deuteten mit ihren schnellen Spitzen immer wieder ihre Kontergefährlichkeit an – besonders bei Standardsituationen.
So kam es, wie es im Fußball oft kommt: In der 32. Minute bekam Meso einen Eckball nicht konsequent aus dem Strafraum geklärt, Sonnenbergs Pastaa setzte entschlossen nach und stocherte das Leder aus kurzer Distanz zur 0:1-Gästeführung über die Linie.
Kurz vor der Pause schwächten sich die Sonnenberger jedoch selbst: In einer emotionalen Phase fokussierten sich die Gäste zu sehr auf den Unparteiischen. Der ehemalige Meso-Akteur Vukovic erwies seinem ehemaligen Team einen Bärendienst und flog in der 45. Minute mit Gelb-Rot wegen Unsportlichkeit vom Platz.
Rückschlag nach der Pause und die fabelhafte Aufholjagd
Wer dachte, dass die Partie in Überzahl zum Selbstläufer würde, sah sich getäuscht. Nur acht Minuten nach dem Wiederanpfiff flog Meso der zweite Ball nach einer Ecke um die Ohren: Kapral zog aus 16 Metern ab und schweißte die zu kurze Abwehr unhaltbar zum 0:2 ein (53.). In der Folge besaß Sonnenberg bei drei Kontern sogar die Riesenchance, den Sack endgültig zuzumachen, doch unser Keeper Messi Azar verhinderte mit bärenstarken Paraden die Vorentscheidung.
Meso steckte keineswegs auf und blies zur Aufholjagd:
- 65. Minute: Nach einer Flanke im Sechzehner wurde Alex Karapetian regelwidrig gestoppt. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte den Elfmeter in souveräner Manier zum 1:2-Anschlusstreffer.
- 85. Minute: Die Schlussoffensive glich einem Sturmlauf auf ein einziges Tor. Nach glänzender Vorarbeit von Alex bewahrte Maxi Haddo die Nerven und netzte eiskalt zum umjubelten 2:2-Ausgleich ein!
Dass es beim 2:2 blieb, lag vor allem am überragenden Gästekeeper Wagner, der in den letzten 20 Minuten gleich mehrere Hochkaräter bravourös entschärfte und seiner Mannschaft das Unentschieden rettete.
Sportliches Fazit & Lob an das Gespann
Bei Meso machten sich die vielen personellen Ausfälle durchaus bemerkbar, weshalb man nicht ganz an die spielerische Leichtigkeit vom Auftaktsieg anknüpfen konnte. Vom Einsatz und der Einstellung her kann man der Truppe jedoch keinen Vorwurf machen – der Wille war über 90 Minuten greifbar.
Ein großes Lob gebührt Schiedsrichter Recai Kivanc, der das Derby jederzeit souverän leitete. Er wandte unter anderem das neue DFB-Stoppkonzept konsequent an und lag bei seinen Entscheidungen – darunter zwei wegen Abseits bzw. Stürmerfoul aberkannte Meso-Tore – auf beiden Seiten vollkommen richtig.
Man of the Match: Sonnenberg-Keeper Wagner, dem man nach dieser Galavorstellung zwischen den Pfosten schlichtweg nur gratulieren kann!
