Große Enttäuschung beim SC Meso-Nassau: Im Heimspiel gegen den TuS Medenbach musste unsere erste Mannschaft eine schmerzhafte und völlig unnötige 2:3-Niederlage hinnehmen. Trotz einer fulminanten Aufholjagd im zweiten Durchgang und Dramatik pur in der Nachspielzeit stand das Team am Ende mit leeren Händen da – die zweite Pleite in Folge.
Trotz eindringlicher Warnungen des Trainerteams vor dem Anpfiff erwischte Meso einen gebrauchten Start in die Partie. In den ersten 45 Minuten ließ das Team die grundlegenden Tugenden vermissen und agierte in der Rückwärtsbewegung viel zu nachlässig. Die einheimischen starteten zwar gewohnt offensiv – Neuzugang Cristian Macellaro, der insgesamt eine starke Partie absolvierte, verzeichnete die erste Top-Möglichkeit –, doch defensive Unkonzentriertheiten wurden eiskalt bestraft: Medenbachs Josip Jozic schlug per Doppelschlag eiskalt zu und brachte die Gäste mit 2:0 in Front.
Bärenstarke Reaktion und Doppelschlag durch Alex Karapetian
Nach dem Seitenwechsel zeigte Meso jedoch ein komplett anderes Gesicht. Die Mannschaft agierte wie ausgewechselt, zeigte enorm viel Präsenz und schnürte die Gäste regelrecht in deren Hälfte ein. Der Anschlusstreffer war die logische Konsequenz: Nach einer maßgeschneiderten Flanke des eingewechselten Lionel Ochana, der die rechte Seite gehörig belebte, stieg Alex Karapetian am höchsten und köpfte zum 1:2 ein.
Meso drückte weiter auf das Tempo. Nach einem Traum-Pass von Spielertrainer Markus Bozan bewahrte erneut Alex Karapetian kühlen Kopf und vollendete in bekannter Torjäger-Manier zum längst überfälligen 2:2-Ausgleich. In der Folge brannte es lichterloh im Medenbacher Strafraum: Lionel scheiterte mit einem Freistoßkracher an der Latte, ein weiterer Versuch klatschte an den Pfosten, und die leidenschaftlich verteidigenden Gäste klärten mehrfach in höchster Not.
Kalte Dusche und Dramatik in der 98. Minute
Meso wollte nun den Sieg – wurde kurz vor dem Ende jedoch eiskalt erwischt: In der 89. Minute nutzte Medenbach eine der ganz wenigen Entlastungsaktionen. Einen Freistoß von Jozic veredelte TuS-Spielertrainer Ulm per Kopf zum schmeichelhaften 2:3.
Was folgte, war eine achtminütige Nachspielzeit voller Dramatik, in der Medenbachs Schlussmann Ritzel über sich hinauswuchs und zum Matchwinner avancierte:
- Der Elfmeter: In der 93. Minute entschied der Unparteiische auf Strafstoß für Meso. Alex Karapetian trat an, doch Keeper Ritzel parierte den Foulelfmeter bravourös.
- Die Rettung auf der Linie: Den Nachschuss drückte Cristian Macellaro aufs Tor, doch ein Medenbacher Abwehrspieler klärte das Leder im allerletzten Moment auf der Torlinie.
- Die Weltklasse-Parade: Bei der anschließenden Ecke stieg Alex zu einem perfekten Kopfball hoch – erneut verhinderte Ritzel mit einer Sensationsparade den Einschlag.
In der allerletzten Sekunde forderten die Meso-Akteure nach einem Foul an Maxi Haddo noch einmal vehement einen zweiten Strafstoß, doch Schiedsrichter Höck pfiff die Partie stattdessen ab.
Fazit & ehrliche Worte
Eines vorweg: Am Schlidstrichter lag es nicht. Wenn man in der Kreisoberliga Punkte einfahren will, muss man von der ersten Minute an mit der richtigen Einstellung zu Werke gehen.
Klartext: Ein Schnitt von 2,5 Gegentoren pro Spiel ist für die eigenen Ansprüche schlichtweg deutlich zu viel. Es gilt nun, schleunigst wieder konsequent als Einheit gegen den Ball zu arbeiten und die nötige Kompaktheit an den Tag zu legen, um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.
